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Spezialpraxis für Allergien und Unverträglichkeiten

Gesundheitsinfo

Das Neueste zu Allergien und Unverträglichkeiten

anzeigen:  Gesamt / Zusammenfassung

Webinar zu schweren allergischen Reaktionen

Gepostet am 9. Januar 2018 um 3:30 Comments Kommentare (2)

Neue webinare des DAAB


„Im Notfall sicher handeln“ – Notfallmanagement bei schweren allergischen Reaktionen

 

 

Wann: Freitag, 19.01.2018 um 16 Uhr

 

Referentin: Britta Stöcker, Bonn (Kinder- und Jugendärztin und Anaphylaxie-Trainerin)

 

Inhalt:

Wie erkenne ich eine schwere allergische Reaktion?

Welche Medikamente gibt es zur Soforthilfe bei Anaphylaxie?

Welche Maßnahmen werden im Notfall durchgeführt?

Hilfsmittel und Dokumente

Zielgruppe: Das Webinar richtet sich in erster Linie an Eltern von anaphylaxiegefährdeten Kindern und selbst betroffene Allergiker. Es kann bei Interesse auch von ErzieherInnen und LehrerInnen besucht werden.

 

Kosten: Das Webinar ist kostenfrei

 

Link zur Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/977812570592326403



Veröffentlicht am 4. Januar 2018 von Sonja Lämmel

 

Weitere DAAB Anaphylaxie-Webinare in Kürze auf der homepage des DAAB www.daab.de oder fordern Sie unser Programm an unter [email protected]

 

 

Pollenallergiker aufgepasst

Gepostet am 17. Februar 2017 um 11:10 Comments Kommentare (0)

Pollenallergiker aufgepasst bei der Einnahme von Säureblockern


Wer kennt das nicht – Magendruck, Völlegefühl, Aufstoßen oder Sodbrennen – alles unangenehme Beschwerden. Da greift man schnell zu einem Säureblocker um den Magen wieder zu beruhigen. Speziell Pollenallergiker sollten eher zurückhaltend mit diesen Medikamenten umgehen. Säureblocker hemmen die Bildung von Magensäure, die allerdings ihre Funktion hat. Eiweiße erhalten durch die Magensäure eine Säuredusche und werden zum Teil inaktiviert, Allergieauslöser so zerstört. Dies ist wichtig für die Pollenallergiker, bei häufiger Einnahme der Säureblocker intakte Allergieauslöser in den Darm gelangen und zu Beschwerden führen. Ob die gehäufte Einnahme dieser Medikamente in Zusammenhang mit den immer häufiger auftretenden Kreuzreaktionen steht, ist rein spekulativ. Fest steht, dass das Risiko für Beschwerden nach dem Verzehr von pollenassoziierten Lebensmitteln steigt. Es lohnt sich einen Blick auf die Ernährung zu richten, bevor solche Medikamente genommen werden.

 

Tipps für eine magenschonende Ernährung:

3-5 kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt.

Große Pausen > 4 Stunden zwischen den Mahlzeiten vermeiden.

Fettreiche Mahlzeiten, speziell Fastfood meiden.

Eiweißbetonte Ernährung bevorzugen.

Süßigkeitenverzehr einschränken.

Alkohol, Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke einschränken.

Nikotin vermeiden.


Quelle 'DAAB

Scharfe Gewürze meiden.

Speisen nicht zu kalt und nicht zu heiß verzehren.

Pfefferminze meiden.

Was sonst noch gegen eine gesteigerte Magensäureproduktion helfen kann:

Gewichtsreduktion (70 % der unter Relfuxbeschwerden leidenden Patienten sind übergewichtig!)

Die letzte Mahlzeit circa 3 Stunden vorm zu Bett gehen einnehmen.

Das Kopfteil des Bettes hochstellen.

Einschnürende Kleidung meiden.

Allergien im 'Winter

Gepostet am 17. Januar 2017 um 0:25

Wenn die Kälte juckt und brennt


Ein Spaziergang in der kalten Jahreszeit, kann schon ausreichen um Quaddeln und Juckreiz an der Haut auszulösen. Dieses Phänomen wird als Kälteurtikaria bezeichnet.

 

In Deutschland leiden circa 60 000 Menschen an dieser speziellen Form der einer Kälteallergie. Bei dieser Sonderform der Nesselsucht entstehen beim Kontakt mit Kälte rote Quaddeln auf der Haut, die jucken und brennen. Für die Betroffenen ist eine solche Kälte-Urtikaria sehr einschränkend und im Einzelfall gefährlich. Im Winter könnten sie je nach Ausprägung der Krankheit nur dick eingepackt mit Mütze, Schal oder Skimaske vor die Tür gehen. Doch auch im Sommer können kalte Getränke, Eis oder kalte Speisen Schwellungen an Gesicht und Lippen auslösen. Der Sprung ins kalte Wasser kann neben den Beschwerden an der Haut auch lebensbedrohliche Kreislaufbeschwerden hervorrufen.

 

Alltagstipps bei Kälteurtikaria:

 

Vermeiden Sie in der kalten Jahreszeit zusätzliche Kältquellen, wie kaltes Wasser, Kühlpacks, kalte Sitzplätze etc..

Handschuhe, Schal, Mütze oder Skimaske schützen vor Kälte. Je mehr Hautpartien vor direktem Kälteeinfluss geschützt sind, desto geringer sind die Auswirkungen.

Tragen Sie immer Ihre Medikamente und eine antiallergische Salbe bei sich, um im Notfall die Symptome schnell mildern zu können.

Vorsicht beim Baden in kalten Gewässern! Gewöhnen Sie Ihren Körper langsam an das kühle Nass.



 

Nickel in Zahnspangen

Gepostet am 31. Mai 2016 um 3:45 Comments Kommentare (0)

Nickel verursacht im Mund selten Allergien


Nickel löst bei Kontakt mit der Haut häufig entzündliche Reaktionen aus: Die Haut rötet sich und beginnt zu jucken. Es bilden sich nässende Bläschen oder Quaddeln, die schließlich abschuppen.

Nicht so im Mund: Dort zeigt sich die Schleimhaut gegenüber dem Metall erstaunlich tolerant. Zahnmediziner des Universitätsklinikums Bonn fanden nun heraus, warum dies so sein könnte: Hautzellen produzieren bei Kontakt mit Nickel Interleukin-1ß, ein starkes Entzündungssignal, 20fach mehr, als es die Mundschleimhautzellen unter identischen Bedingungen tun, teilt das Uniklinikum Bonn mit.

Gleichzeitig wird durch Botenstoffe der Haut die körpereigene Immunabwehr aktiviert. In der Mundschleimhaut werden dagegen andere Botenstoffe freigesetzt. Sie hemmen entzündliche Prozesse und die massive Einwanderung von Immunzellen.

Es war bereits bekannt, dass die dendritischen Zellen der Mundschleimhaut toleranter sind als die der Haut. “Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Mundschleimhaut ein Mikromilieu schafft, das diese tolerogenen Eigenschaften der oralen dendritischen Zellen begünstigen könnte”, erläutert Dr. Gölz von der Poliklinik für Kieferorthopädie des Universitätsklinikums Bonn. “Wir wollen diese interaktiven Prozesse nun genauer untersuchen. “Interessanterweise scheint auch eine kieferorthopädische Behandlung – etwa mit einer festen Zahnspange – die Entstehung einer Nickelallergie zu verhindern.

Das konnte Gölz durch eine Analyse bereits veröffentlichter Studien zeigen. Dieser “protektive Effekt” war vor allem bei Menschen zu beobachten, die sich erstmals ein Piercing setzen ließen, nachdem sie sich einer kieferorthopädischen Behandlung unterzogen hatten.

“Schon die geringen Nickelmengen, die von den Spangen konstant in den Mundraum abgegeben werden, scheinen das Immunsystem zu desensibilisieren”, so Gölz “Eine Zahnspange wirkt somit gewissermaßen wie eine sublinguale Immuntherapie.”

Wer eine Zahnspange trägt, legt damit nach aktueller Studienlage also nicht nur die Basis für ein schönes Gebiss. „Ziel zukünftiger klinischer Studien wird sein, diesen Effekt an Patienten näher zu untersuchen“, sagt Dr. Gölz.



 

Veröffentlicht am 20. Mai 2016 von Marina Oppermann DAAB

Migräne durch Nahrungsmittel

Gepostet am 16. Mai 2016 um 5:40 Comments Kommentare (0)

Migräne-Auslöser: Alkohol und Nahrungsmittel

Rotwein setzt vermehrt Serotonin frei.

Übermäßiger Alkoholgenuss, insbesondere aber Rotwein, kann Migräneattacken auslösen. Von Rotwein weiß man, dass es vermehrt Serotonin aus den Blutplättchen freisetzt (vgl. Migräne und Neurotransmitter). Migräneattacken aufgrund von Alkoholgenuss treten vorwiegend am Morgen auf. Vermutlich besteht auch ein Zusammenhang mit einem häufig verbundenen Schlafmangel und Rauchen, was ebenfalls zu Kopfschmerzen führen kann.

Chemische Substanzen in Nahrungsmitteln können Auslöser sein.

Ungefahr 10 Prozent der Migräniker berichten, dass eine Migräneattacke durch bestimmte Nahrungsmittel ausgelöst worden ist. Genannt werden verschiedene Käsesorten, Schokolade, Zitrusfrüchte und selten auch Tomaten und Zwiebeln. Dabei wird vermutet, dass bestimmte chemische Substanzen, die in diesen Nahrungsmittel vorkommen, den Anfall herbeiführen z.B. bei Käse das darin enthaltene Tyramin, bei Schokolade das Phenylatylamin.

Vorbeugung: Blutzuckerspiegel konstant halten - regelmäßig Essen.

Insgesamt scheint allerdings der Einfluss von bestimmten Nahrungsmitteln auf die Migräne eher gering zu sein. Eine besondere Migränediät erscheint wenig sinnvoll und schränkt die Lebensqualität der Betroffenen sehr ein. Viel sinnvoller erscheint es, das Essverhalten so auszurichten, dass möglichst konstant, ausreichend und abwechslungsreich gegessen wird. Hunger und das damit verbundene Absinken des Blutzuckerspiegels können einen Migräneanfall auslösen. Große Schwankungen im Blutzuckerspiegel sollten vermieden werden. Deshalb ist regelmäßiges Essen wichtig. Auch bei einem Anfall kann unter Umständen Essen helfen.

Besonderheit Histaminintoleranz

Eine Ausnahme bildet allerdings die Histaminintoleranz (HIT). Histamin ist eine körpereigene Substanz, die auch an allergischen Reaktionen beteiligt ist. Dennoch ist eine Histaminintoleranz keine Allergie. Betroffenen mangelt es vielmehr an einem Enzym, der Diaminoxidase (DAO). Dieses Enzym baut im Körper das Histamin ab. Kommt es zu einem DAO-Mangel, so bleibt zu viel Histamin im Körper aktiv und es kann zu folgenden Beschwerden kommen: Migräne und starke Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Herzrasen oder niedriger Blutdruck, Hautausschlägen und Juckreiz, geschwollenen Lippen, Rotwerden (Flush), geröteten Augen, laufende Nase und Asthmaanfällen. Durch die Gabe von Adrenalin oder anderen Antihistaminika können die Symptome gemildert werden. Grundlage der Behandlung bei einer Histaminintoleranz ist das Meiden der Auslöser.Die häufigsten Auslöser sind Lebensmittel, die Histamin in großen Mengen enthalten oder zu einer Histaminausschüttung führen:

  • Alkoholische Getränke, vor allem Rotwein (die Wirkung wird durch den Alkohol verstärkt, da die Durchlässigkeit der Magen-Darmschleimhaut erhöht wird)
  • Käse, besonders lang gereifte Käsesorten wie Emmentaler
  • Schokolade/Kakao
  • Rohwurstsorten, z. B. Salami
  • Nüsse, besonders Walnüsse
  • Tomaten (große Mengen von Ketchup!!)
  • Sauerkraut und andere milchsauer eingelegte Gemüsesorten
  • Spinat
  • Fischzubereitungen (z. B. Konserven)
  • Selten z. B. sehr reife Bananen, Zitrusfrüchte, Himbeeren, Erdbeeren

(Quelle: Allergie-Zentrum Charité)


Die Hasel fliegt!

Gepostet am 17. Februar 2016 um 8:15 Comments Kommentare (0)

Heuschnupfen-Alarm: Haselnuss beginnt Saison

 

Heuschnupfen-Alarm im Januar! Haselnusspollen fliegen seit  Weihnachten durch die Luft.

 

 

Aufgrund der milden Witterung fliegen in Bayern die Haselnusspollen stark und die Erle leicht.

 

„Allergie-Beelzebub“

 

Viele Heuschnupfen-Patienten therapieren ihr Niessen, Atembeschwerden und Husten  wie eine Erkältung .. „Daher therapiert so manch „allergischer Neuzugang“ seinen Heuschnupfen gerade falsch. Er inhaliert beispielsweise mit Kamille, um die Nase wieder frei zu bekommen, nimmt abschwellende Nasensprays oder versucht, sich bewusst gesund zu ernähren mit Äpfeln und Müsli. Aus allergologischer Sicht betrachtet treibt er so den Teufel mit dem Beelzebub aus!“

 

Tipp Nasendusche:

 

Ein Tipp aus Großmutters Zeiten hilft Heuschnupfengeplagten ebenfalls: Die Nasendusche. Hierbei werden die Gänge der Nasenhöhle täglich mit Wasser und Sole wie Emser Salz gespült. Dadurch werden Pollen und Schmutzpartikel einfach hinaus transportiert. Die Nasenschleimhaut wird in ihrer Struktur und Funktion wieder normalisiert, was auch vorbeugend wirkt.

 

Zur weitern Behandlung beraten wir sie gerne.


 

 

Starten sie gesund ins Neue Jahr!

Gepostet am 7. Januar 2016 um 13:30 Comments Kommentare (0)

Nach den üppigen Feiertagen- tun sie Ihrer Leber etwas Gutes!

Es gibt verschiedene Möglichkeiten seinen Körper zu Entgiften. Das Ölziehen ist eine traditionelle Entgiftungsform (Kur) und bewirkt eine Entgiftung der Mundschleimhaut, welche heilend auf den gesamten Organismus wirken kann. Viele chronische und akute Beschwerden können durch das Ölziehen gelindert oder gar geheilt werden. 

Entgiftungskur

Falsche Ernährung, Elektrosmog, Medikamente, Umwelt- und Genussgifte (z.B. Alkohol, Nikotin, Koffein) belasten mit zunehmenden Alter unser Grundgewebe. Im Normalfall können die Gifte über Leber, Nieren und Lunge ausgeschieden werden. In manchen Fällen schafft es der Körper aber nicht von selbst die Vielzahl der Giftstoffe abzubauen . Oft zeigt sich eine übermäßige Giftkonzentration im Körper durch unreine Haut, Hämorrhoiden oder sonstige Geschwüre. Wenn diese Gifte nicht durch den Organismus abgebaut werden, wird unsere Immunsystem geschwächt und akute oder auch chronische Krankheiten können sich bilden.

 

Leber entgiften

Die Leber ist eines der wichtigsten Organe unseres Körpers und ist u.a. verantwortlich für den Abbauprozess von Giftstoffen (z. B. Alkohol, Lebensmittelgifte, Genussmittel, Umweltgifte) und sorgt für die Regulierung unseres Immunsystems und der Verdauung. Die Leber ist ca. 1,5 – 2,0 Kg schwer und nimmt eine zentrale Stellung in unserem Organismus ein. Da die Leber über keine Schmerznerven verfügt, meldet sie sich bei Überlastung nicht mit Schmerzen sondern u.a. mit folgenden Symptomen.

 

 

 

Mögliche Symptome einer Leberüberlastung:

 

Müdigkeit

 

Abgeschlagenheit und/oder Konzentrationsschwäche

 

Hautjucken

 

Druckgefühl im rechten Oberbauch und/oder Völlegefühl

 

Blähungen und Verdauungsprobleme

 

Kopfschmerzen

 

Schlafstörungen (zwischen 1 Uhr und 3 Uhr morgens – siehe Organuhr)


 

 

Leberentgiftung

 

Um seine Leber zu entgiften bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten an, welche ich nachfolgend erläutern möchte. Grundsätzlich sollte man während einer Entgiftungskur auf schädigenden Lebensmittel und Genussmittel (Alkohol, Tabak etc.) verzichten um einen möglichst hohen gesundheitlichen Effekt zu erzielen. Die Leber ist ein äußerst dankbares Organ, da sie sich durch Nachwachsen des Lebergewebes erneuern kann.

 

Leberwickel - Entlastung der Leber

 

Ein Leberwickel kann die Leber entlasten und somit für neue Kraft und Energie sorgen. Kochen Sie ausreichend Wasser und füllen den größten Teil in eine Wärmflasche. Mit dem restlichen heißen Wasser feuchten sie ein Handtuch an (es soll nicht tropfen) und legen dieses auf den rechten Rippenbogen/Oberbauch. Zu besseren Wirkung kann man die Leberregion mit 1 – 2 Tropfen Rosmarinöl einreiben oder das Handtuch anstatt mit Wasser, in einem Schafgaben Aufguss tränken. Anschließend legen Sie die Wärmflasche darauf und ein trockenes Handtuch darüber. Der Leberwickel sollte nun ca. 30 Minuten im entspannten Liegen einwirken. Die Leberwickel Kur sollten sie ca. 3 Wochen lang durchführen (Vorzugsweise zwischen 13 und 15 Uhr – siehe Organuhr oder abends vor dem Schlafen)

 

 

 

Darmreinigung

 

Um eine ganzheitliche Leberentgiftung zu erreichen ist eine Darmreinigung anzuraten. Da die Leber unmittelbar auf unsere Verdauung wirkt sollte vor einer Lebereinigung die Darmflora mittels Darmreinigung ins Gleichgewicht gebracht werden.

 

Leber entgiften durch basenreiche Ernährung

 

Eine basenreiche Ernährung entlastet die Leber und führt zu einem besseren Wohlbefinden. Durch eine basische Ernährung (Körper entsäuern) wird die Leber optimal mit Nährstoffen versorgt und kann somit ihre Funktion als Entgiftungsfabrik im erhöhten Masse erfüllen. Zusätzlich zur basenreichen Ernährung kann man die Entgiftung durch die Einnahme leberaktivierende Lebensmittel optimieren.

 

Entgiftung durch spezielle Lebensmittel

 

Leber Entgiftung durch grünes Blattgemüse

 

Um einen Entgiftung der Leber anzuregen empfiehlt sich der regelmäßige Verzehr von grünem Blattgemüse. Grüne Blattsalate, Rukola, Löwenzahn, Chicoree oder auch Spinat können leberschädigende Gifte neutralisieren und eine Ausleitung unterstützen.

 

Leber Entgiftung durch Avocados

 

Um eine vorgeschädigte Leber wieder aufzubauen empfiehlt sich der regelmäßige Verzehr von Avocados. Die Avocado ist reich an pflanzlichen Fetten und kann den Organismus von freien Radikalen schützen und dadurch die Leber vor Belastung durch Gifte schützen und eine Leberreinigung unterstützen. Der Verzehr von einer Avocado täglich, kann über einen Zeitraum von 4 Wochen eine geschädigte Leber wieder erneuern.

 

Leber Entgiftung durch Knoblauch

 

Als besonders hilfreich bei einer Entgiftungskur hat sich der Knoblauch erwiesen. Seine schwefelhaltigen Stoffe aktivieren die Leberenzyme die für eine Ausleitung von Giften verantwortlich sind und können somit die Leber nachhaltig entlasten. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass die Knollenpflanze vor Herz- Kreislauferkrankungen und Krebs schützen kann.

 

Leber Entgiftung durch Walnüsse

 

Die Aminosäuren L-Arginin und Glutathion sowie der hohe Anteil von Omega 3 Fettsäuren in Walnüssen helfen der Leber beim Entgiftungsprozess und führen schon beim Verzehr von 2 Walnüssen pro Tag zu einem besseren Wohlbefinden

 

Leber Entgiftung durch Artischocken

 

Den Bitterstoffen in der Artischocke wird eine leberentgiftende sowie leberregenerierende Wirkung nachgesagt. Aber auch die Gallenblase sowie die Bauchspeicheldrüse wird durch die Bitterstoffe in der Artischocke angeregt, was sich dann wieder positiv auf die Verdauung auswirkt. Die Folge ist eine aktive Leber die den Entgiftungsprozess optimal fördert.

 

Leber Entgiftung durch Mariendistel

 

Das in der Mariendistel enthaltene Silymarin sollte bei keiner Leberentgiftung fehlen. Die Mariendistel regt die Bildung neuer Leberzellen an und fördert die Regenerationsfähigkeit der Leber. Durch Veränderung der Oberflächenstruktur der Leberzellen entsteht ein Schutz vor dem Eindringen giftiger Stoffe, was wiederrum zur Entlastung der Leber führt.

 

Ausreichend Trinken

 

Um eine optimale Ausleitung der Giftstoffe zu erreichen sollte man bei jeder Entgiftungskur ausreichend Wasser trinken. Am besten trinkt man bereits nach dem Aufstehen ca. einen halben Liter reines Mineralwasser und über den Tag verteilt nochmals 2 – 3 Liter. In den Sommermonaten oder bei körperlicher Betätigung sollte der Wasserkonsum erhöht werden.

Gutes Gelingen- Wir helfen Ihnen gerne dabei !


 

Rein in den Stall !

Gepostet am 9. Dezember 2015 um 5:50 Comments Kommentare (0)

Neue Studie der LMU-München: “Stalleffekt” gegen Asthma-Risiko


Durch den regelmäßigen Kontakt mit Stallstaub kann eine vorhandene genetische Veranlagung für Asthma bei Kindern stark verringert bis ausgeschaltet werden. Die Kinder bekommen seltener Infekte an den unteren Atemwegen und haben dadurch auch im späteren Lebensalter ein verringertes Asthma-Risiko.

 

Bei Kindern mit einer entsprechenden Asthma-Veranlagung, die sich mindestens zwei Stunden in der Woche in Tierställen aufhielten, konnten Atemwegssymptome durch Infekte um bis zu 80 Prozent verringert werden als bei entsprechenden Kindern, die keinen regelmäßigen „Stallkontakt“ hatten. Dabei ist es scheinbar förderlich, Kinder schon als Säuglinge regelmäßig in den Stall mitzunehmen. Die Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München vermuten, dass sich diese Kinder gleich häufig mit Viren anstecken wie Kinder, die keine Tierställe besuchen oder auf Bauernhöfen leben. Der schützende Effekt soll auf der Mischung der Mikroorganismen in der Bauernhofumgebung bzw. im Tierstall zurückzuführen sein, die die Kinder einatmen und die dann positiv auf das Entzündungsgeschehen der Atemwege wirkt.

 

Um präventive Zukunftsstrategien zu entwickeln, wollen die Forscher die genaue Wirkung des sogenannten Stalleffekts nun künftig genau untersuchen.

 

LMU-Allergologen haben erstmals gezeigt, dass sich bei Infekten der unteren Atemwege mit den richtigen Umwelteinflüssen sogar eine weit verbreitete genetische Veranlagung wettmachen lässt. Dieselbe Genveränderung, die das Risiko für Asthma erhöht, macht besonders für Umwelteinflüsse empfänglich, die langfristig vor Asthma schützen: Kinder mit dieser veränderten Gensequenz, die im Alter von unter einem Jahr bereits mit Mikroorganismen in Ställen von Kühen und anderen Tieren regelmäßig in Kontakt kommen, entwickeln seltener Symptome von Infekten der unteren Atemwege als Kinder mit demselben Risiko, die sich nicht in Ställen aufhalten. „Daraus können wir schließen, dass diese Kinder später auch seltener Asthma entwickeln als Kinder, die nicht vom Stalleffekt profitierten“, sagt Markus Ege, Professor für klinisch-pneumologische Epidemiologie am Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU. Über die Ergebnisse berichten die Forscher um Markus Ege gemeinsam mit Dr. Georg Loss aus der Arbeitsgruppe von Professor Erika von Mutius, Leiterin der Asthma- und Allergieambulanz am Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU, aktuell im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine.

 

Die LMU-Forscher werteten für ihre aktuelle Untersuchung Daten der Langzeitstudie "Pasture" aus, an der fast 1000 Mütter aus ländlichen Regionen teilnahmen und eine Art Tagebuch über die Entwicklung ihrer Kinder von ihrer Geburt an führten. Unter anderem lagen ihnen Informationen darüber vor, wie oft die Kinder Atemwegserkrankungen hatten und wie häufig und lang sie sich in Ställen von Kühen, Pferden, Schweinen und Geflügel aufhielten. Ihr Fokus lag dabei auf Infekten der unteren Atemwege, die in der Regel durch Viren ausgelöst werden und sich in Symptomen wie einem Keuchen oder Pfeifen der Lunge bemerkbar machen. Bei Kindern mit einer bestimmten genetischen Asthma-Veranlagung, die sich bereits als Säuglinge und Kleinkinder mindestens zwei Stunden die Woche in Tierställen aufhielten, war das Risiko, diese Atemwegssymptome zu entwickeln, um 80 Prozent reduziert. „Gerade der Risiko-Genotyp ist empfänglich für schützende Umweltsignale“, sagt Markus Ege.

 

Anders krank

 

Die LMU-Forscher schließen aus ihren Ergebnissen, dass Kinder, die schon als Säuglinge regelmäßig in den Stall mitgenommen werden, Viruserkrankungen offenbar leichter wegstecken. Aufgrund der vorliegenden Daten, etwa der Anzahl der Geschwisterkinder, gehen sie davon aus, dass sie sich ebenso häufig mit Viren anstecken wie Kinder, die nicht auf Bauernhöfen leben. „Aber sie verarbeiten Infekte anders und zeigen keine Symptome“, sagt Loss. Die Pasture-Studie gibt den Forschern die Gelegenheit, die kindliche Entwicklung über mehrere Jahre hinweg zu beobachten. Dadurch können sie belegen, dass Kinder mit einer erhöhten genetischen Anfälligkeit für Asthma, die im Alter von unter einem Jahr keine Symptome von unteren Atemwegserkrankungen zeigen, auch ein geringeres Risiko haben, später an Asthma zu erkranken. „Die schützende Wirkung ist so stark, als hätten sie diese genetische Veranlagung gar nicht“, sagt Ege.

 

Kinder, die in Tierställen spielen, atmen eine komplexe Mischung von Mikroorganismen ein. Kleine Partikel von Heu und Gras, die unter anderem Bakterien, Pilze und Pollen enthalten, treten in ihre Atemwege ein. „Die Mikroorganismen verändern offenbar das Entzündungsgeschehen im Körper“, sagt Loss. Das Ziel der LMU-Allergologen ist es, herauszufinden, was genau der sogenannte Stalleffekt im Körper auslöst, um Ansatzpunkte für künftige präventive Strategien zu finden. Die Veränderung auf dem Chromosom 17, einem der Orte, die für Asthma empfänglich machen, ist weit verbreitet. „75 Prozent der Bevölkerung haben dieses genetische Asthma-Risiko. Wir können bereits jetzt davon ausgehen, dass sie vom Stalleffekt in der ganz frühen Kindheit profitieren würden“, sagt Ege.

 

(American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine 2015, DOI: 10.1164/rccm.201507-1493OC)

Quelle: Deutscher Allergie und Asthma-Bund: Sonja Lämmel


AD(H)S und Allergien

Gepostet am 24. November 2015 um 5:50 Comments Kommentare (0)

ADS und Allergie – gibt es einen Zusammenhang?

 

Eine weitere auffallend häufige Komorbidität des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms, die aber bisher noch zu wenig beachtet wurde, ist die Allergie. Nach meiner Statistik aus der kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis leiden von den ADS-Kindern mit oder ohne Hyperaktivität etwa doppelt so viele an einer allergischen Erkrankung, als von den Kindern ohne ADS. Das würde aber auch bedeuten, dass unter den Kindern, die an einer Neurodermitis, einem Heuschnupfen, einer Hautallergie oder einem Bronchialasthma leiden, überdurchschnittlich häufig eine Komorbidität mit ADS vorliegen müsste.

 

Dabei beeinflussen sich ADS und allergische Erkrankung in ihrer Schwere gegenseitig, beides sind Tatsachen, für die es in der Praxis immer wieder Beweise gibt. Was könnte die Ursache dafür sein?

 

Stress und dauerhafte psychische Belastungen schwächen das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem), dagegen führt eine psychische Stabilisierung zur Verbesserung der Immunabwehr und somit zur Besserung allergisch bedingter Krankheiten.

 

Das ADS-Kind mit ausgeprägter Symptomatik lebt von Anfang an im Stress. Aufgrund seiner angeborenen Regulationsstörung mit der Reizoffenheit, seiner emotionalen Steuerungsschwäche mit folglich verändertem Verhalten, seinem gestörten Schlaf-Wachrhythmus und seiner Impulsivität irritiert es manchmal schon als Säugling seine Eltern. Diese reagieren oft hilflos und unangemessen, was die psychische Belastung des Kindes noch verstärkt.

 

Infolge der Dauerstress-Situation kommt es beim jungen Säugling schon zur vermehrten Cortisolausschüttung, die die Nebennierenrinde veranlasst, Adrenalin in die Blutbahn abzugeben, was eine Stressreaktion auslöst. Ein erhöhter Cortisolspiegel im Blut führt wiederum zum Abfall des Serotoninspiegels, was zu starken Stimmungsschwankungen führen kann. Das Zentrale Nervensystem beeinflusst außerdem über Hypothalamus und Limbisches System (beides wichtige Zentren für die Gefühls- und Verhaltenssteuerung) das körpereigene Abwehrsystem.

 

In der Vergangenheit widmeten sich schon mehrere wissenschaftliche Arbeitsgruppen dem Zusammenhang von Störungen des Zentralnervensystems auf der Ebene der Botenstoffe und der Immun- und Infektabwehr. Ein Thema, dessen Aktualität mit der ADS-Forschung wieder an Bedeutung gewinnen wird.

 

Eine Schwächung des Abwehrsystems bedeutet, dass einmal Infektionen nicht ausreichend abgewehrt werden können und das Antigene in den Körper eindringen können mit der Folge einer Antigen-Antikörper-Reaktion, deren Ergebnis eine Allergie ist. Antigene sind körperfremde Substanzen, die über eine Antigen-Antikörper-Reaktion eine Allergie verursachen, wenn sie ungehindert und in größerer Menge in den Körper eindringen.

 

Besteht bei einem ADS-Kind schon eine Allergie, so kann sich diese durch seine psychische Belastung verschlechtern. Die psychische Belastung ist beim ADS Folge der kognitiven, emotionalen und sozialen Defizite mit der inneren Verunsicherung des Kindes, seiner Ängste, Aggressionen, sozialer Ausgrenzung und seiner Hilflosigkeit. Eine erfolgreiche Behandlung der ADS dagegen führt zur psychischen Stabilisierung, wobei die Allergie sich vorübergehend bessern kann oder manchmal sogar ausheilt. Eine Beobachtung, die man bei der Behandlung von ADS-Kindern immer wieder machen kann, wenn man nur darauf achtet.

 

Die Allergiker, die auch gleichzeitig noch ein ADS haben – und das sind nicht wenige – profitieren in doppelter Hinsicht von einer erfolgreichen ADS-Behandlung. Deshalb sollte man dieser Komorbidität in Zukunft mehr Beachtung schenken. Sie ist außerdem ein gutes Beispiel dafür, dass Körper und Psyche immer eine Einheit bilden und die Haut eine Spiegelbild der Seele ist.

 

Quelle: Dr. Helga Simchen (ads-mainz.de)

 

Literatur:

1. Beyreiß J; Roth N, Beyer H, Kropf S, Schlenzka K, Schmidt A, Roscher G: Coincidence of immune (atopic dermatitis) and behavioral (attention deficit) disorders in Children: empirical data. Activ Nerv Super 1988; 30: 127 - 128

2. Livnat S, Felten SY, Carlson SL, Bellinger DL, Felten DL. Involvement of periphal and central catecholamine systems in neural immune interactions. J Neuroimmunal 1985; 10:5-30

3. Roth N: Stimulant effects and a hypothetical link between behavioral and immune functions Allergy (in press)

4. Roth N, Beyreiß J, Schlenzka K, Beyer H: Coincidence of ADD(-H) and atopic disorders in children: Empirical findings and hypothetical background. J. abnorm. Child Psychol. (in press)

5. Spallek R: Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, ein kurzer Leitfaden zur Diagnostik und Therapie, Walter Verlag Düsseldorf und Zürich 2001

Kennzeichnung von Lebensmitteln

Gepostet am 18. November 2015 um 6:05 Comments Kommentare (0)

Den „Spuren“ auf der Spur- Forderung nach gesetzlicher Regelung der unbeabsichtigten Allergeneinträge in verpackten Lebensmitteln

 Quelle: blog.daab.de: Veröffentlicht am 17. November 2015 von Marina Oppermann

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) als größter Patientenvertreter im Bereich Allergien, Asthma und Neurodermitis lud im November unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zu einer Stakeholder-Konferenz unter dem Titel „Risiko Allergene?“ nach Berlin ein.

Miteinlader war der vom DAAB 2011 zusammen mit Vertretern der Lebensmittelindustrie initiierte „Runden Tisch – Lebensmittelallergien und Allergenmanagement – Lebensmittelindustrie und Verbraucher im Dialog“.

Im Rahmen der Konferenz wurden die aktuelle Situation sowie Lösungsstrategien zur Risikobewertung und Kennzeichnung unbeabsichtigter Allergeneinträge in Lebensmitteln (sogenannten „Spuren“) diskutiert.

75 geladene Gäste aus Politik, Medizin, Ernährungswissenschaft, Lebensmittel-Industrie, Handel, Analytik, Lebensmittelüberwachung, Rechtswissenschaft und Verbänden sowie Verbraucher mit Lebensmittelallergien folgten der Einladung und trafen sich zu Austausch und Diskussion. Wichtig für den politischen Impuls war neben der Beteiligung des BMEL, des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auch die aktive Teilnahme von Vertretern der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments.

 

Ausgangslage der Konferenz

Die 14 vorherrschenden Auslöser für Lebensmittelallergien und-unverträglichkeiten müssen auf verpackten Lebensmitteln gekennzeichnet werden. Seit letztem Jahr sind sie mit Geltung der Lebensmittelinformations-Verordnung auch optisch im Zutatenverzeichnis hervorgehoben. Auf vielen Verpackungen ist darüber hinaus der nicht geregelte, freiwillige „Spuren“-Hinweis zu finden. Der Grund hierfür ist, dass unbeabsichtigte Einträge von Allergenen – aufgrund von Produktionsbedingungen oder Vorbelastungen von Rohwaren – nicht immer ausgeschlossen werden können. Wie mit diesen „Spuren“ umzugehen ist, wann und wie sie zu kennzeichnen sind, wirft sowohl bei allergischen Verbrauchern als auch bei der Lebensmittelindustrie und der amtlichen Lebensmittelüberwachung aufgrund der bislang fehlenden gesetzlichen Regelung noch viele Fragen auf. Für Verbraucher mit Lebensmittelallergien bietet die aktuelle Kennzeichnung keine Grundlage für eine informierte Kaufentscheidung, was dazu führen kann, dass auf der einen Seite ein ungenügender Schutz besteht mit dem Risiko einer allergischen Reaktion oder auf der anderen Seite eine übermäßige Einschränkung der Auswahl verträglicher Lebensmittel, was zu einer deutlichen Minderung der Lebensqualität führt.

 

Die Ergebnisse: Kurzfristig Sicherheit schaffen – mittelfristig gesetzliche Vorgaben erlassen

 

Schutz der Allergiker vor ungewollten Reaktionen

In einem Punkt waren sich alle Teilnehmer der Konferenz einig: Ein hundertprozentiger Schutz für alle Allergiker in jeder Situation vor jeglicher Reaktion wird nicht realisierbar sein. Dennoch sollte das Schutzniveau so hoch wie möglich sein und ist gemäß aktueller wissenschaftlicher Daten für einige der Hauptauslöser allergischer Reaktionen – wie Erdnuss, Haselnuss, Milch oder Ei – für 95-99 Prozent der Lebensmittelallergiker möglich. Als ein akzeptierbares Restrisiko wurde nach gemeinsamen Diskussionen aller Beteiligten milde allergische Beschwerden wie Hautjucken, Ausschlag oder leichte Magen-Darm Beschwerden wie Übelkeit angesehen. Als absolut inakzeptabel werden alle Therapiebedürftigen Reaktionen angesehen.

 

Art und Weise der Kennzeichnung

Aktuell wird der freiwillige Hinweis auf unbeabsichtigte Allergeneinträge von Herstellern unterschiedlich auf Verpackungen kommuniziert: „Kann Spuren von … enthalten“, „wird in einem Betrieb hergestellt, der auch …verarbeitet“, „auf der Produktionsanlage werden auch … verarbeitet“ und ähnliches. Dies bringt viel Verunsicherung beim Verbraucher und lässt Raum zu Interpretationen bezüglich des Risikos, obwohl alle Sätze das Gleiche meinen, da Untersuchungen von Lebensmitteln gezeigt haben, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Wortlaut und einer geringeren oder größeren vorhanden Allergenmenge gibt. Der DAAB fordert eine einheitliche Regelung unter Verzicht auf den missverständlichen Begriff „Spur“, da die Einträge die Menge einer Spur bei weitem übersteigen können. Eine Forderung, die mit auch von Seiten der Industrie zeitnah umsetzbar wäre.

 

Ein weiterer Wunsch der allergischen Verbraucher besteht darin, auf einer Verpackung besser erkennen zu können, welches Unternehmen ein aktives Allergenmanagement betreibt. Unsicherheiten bestehen nach Aussage betroffener Verbraucher insbesondere dann, wenn ein Lebensmittel ohne Spurenhinweis in Verkehr gebracht wird. Dann nämlich sei unklar, ob das Unternehmen nach durchgeführter Risikobewertung auf einen Spurenhinweis verzichtet oder ob eine Risikobewertung gar nicht erst stattgefunden hat. Als Lösungsmöglichkeit wurde diskutiert, die Unterzeichnung der Zehn-Punkte-Charta des DAAB zum Allergenmanagement zu nutzen.

 

Schwellenwerte und Analytik

Die Veranstaltung schloss mit einem klaren Signal an die Politik, gesetzgeberisch aktiv zu werden, Neben kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen zur Kennzeichnung sollten Mittel zur Verbesserung der Analytik bereitgestellt werden und mittelfristig am akzeptierbaren Risiko orientierte, wissenschaftlich fundierte und praxistaugliche Schwellenwerte festgelegt werden als Grundlage zur Bewertung dieses Risikos.

 




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